2 Follower
2 Ich folge
lillyamalia

Lilly's Bücher

Chaotisch. Gestresst. Verpeilt. Nagellack süchtig. Bücherwurm. Serienjunkie. Ruhrpottlerin im Norden.

Gut, aber nicht brilliant

Passagier 23: Psychothriller - Sebastian Fitzek
Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ...
Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff Sultan of the Seas niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der Sultan kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der Sultan verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm ...
Quelle: Klappentext
 


 
Wie jedes Mal, wenn ein neues Buch von Sebastian Fitzek erscheint, hab ich mich tierisch gefreut. Von der ersten Seite an war ich vollkommen gefesselt. Einzig der erste Einsatz von Martin hat mich ein wenig gelangweilt, aber irgendwie musste er ja schließlich eingeführt werden.
 
Ich muss allerdings sagen, ich mochte Martin einfach nicht. Klar, er hat schlimmes erlebt, aber ich fand diese „Ich bin ein einsamer Wolf, der bevorzugt Rambo spielt“ auf Dauer extrem ermüdend und nervend. So etwas ist nicht meine Ding, gerade wenn es so penetrant auftritt. Nee, tut mir Leid, aber das ist nix für mich.
 
Ansonsten hat Fitzek wieder interessante Figuren aufs Papier gezaubert. Jede hatte ihren eigenen Reiz und ich bin absolut nicht darauf gekommen, wer der Täter sein könnte. Er hat es wieder geschafft mich hinters Licht zu führen.
 
Generell fand ich die Handlung richtig gut. Es war mal etwas anderes die Geschichte auf einem Kreuzfahrtschiff spielen zu lassen. Und das es da auch einen gewissen wahren Hintergrund gibt, macht es noch besser. Sebastian Fitzek hat eine wirklich gute Geschichte drumherum gesponnen.
 
Um ehrlich zu sein, ich war mit dem ersten Ende wirklich zufrieden. Für mich war die Sache so stimmig und beendet. Umso überraschter war ich, als es nach der Danksagung jedoch noch weiterging, war für mich das Ende, um ganz ehrlich zu sein, versaut. Mit einem zweiten Täter hätte ich ja noch leben können, aber musste das wirklich mit dem Sohn sein? Das hat für mich nicht mehr gepasst und war zu viel des Guten. So etwas hätte man sich echt sparen können.
 
„Passagier 23“ ist ein gutes Buch, keine Frage, aber Martin und das endgültige Ende haben mir das doch etwas madig gemacht. Manche werden diese Dinge wohl nicht bemängeln, aber ich persönlich mache es.

Gut, aber zu sprunghaft

Akte X - Staffel 10, Band 3: Pilgrims - Joe Harris, Jano Rohleder, Matthew Dow Smith, Thomas Gießl
Die Wüsten Saudi-Arabiens haben im Laufe der Jahre Pilger angelockt, Armeen verschlungen und mit ihren Ölfeldern einigen Menschen unvorstellbaren Reichtum eingebracht. Mulder und Scully bringt der ewige Treibsand des Mittleren Ostens hingegen ausschließlich Ärger ein. Denn eine unheilvolle Substanz, die bei Bohrarbeiten freigesetzt wird, ist nicht die einzige Gefahr, mit der sie es plötzlich zu tun bekommen.
Quelle: Klappentext
 
 
Endlich geht es mit der 10. Staffel weiter! Dieser Sammelband enthält die Einzelhefte 11 bis 15.
 
Nachdem ich die ersten beiden Sammelbände regelrecht verschlungen hatte, freute ich endlich den dritten Sammelband in der Hand zu halten. Doch am Ende wurde ich mit mehr Fragen als Antworten zurückgelassen. Das ist zwar so typisch Akte X, aber wenn eine gewisse Wartezeit auf den nächsten Band zu überbrücken gilt, ist das nicht sonderlich schön.
 
Es fängt wirklich spannend und überraschend an. Auch wenn der Klappentext schon einen Hinweis auf einen Teil der Handlung liefert, habe ich damit nicht wirklich gerechnet. Ich hätte nicht gedacht, dass noch einmal das schwarze Öl aufgegriffen wird. Gerade wo es gegen Ende der Serie eher um die Supersoldaten ging.
 
Mir fielen fast die Augen aus dem Kopf als ein weiterer totgeglaubter Charakter wieder auftauchte. Auf der einen Seite habe ich die Erklärung um das Erscheinen von Alex Krycek verstanden habe, so seltsam finde ich sie auch. Irgendwie ist das doch ein wenig sehr weit hergeholt. Da ist zwar eine logische Erklärung vorhanden, aber mir persönlich gefällt es nicht. Bei Star Trek geht das für mich klar, aber nicht bei Akte X.
 
Anfangs konnte ich der Storyline gut folgen, aber gegen Ende hin gibt es immer wieder Sprünge, die ich nicht nachvollziehen kann. Vielleicht bin ich zu blöd dafür... Aber so hat es mir weniger Freude beschert weiterzulesen.
 
Mich haben jedoch ganz besonders die Zeichnungen gestört. Alles viel, viel zu dunkel. Zu viel schwarz. Oft hatte ich nicht mal das Gefühl Scully und Mulder vor mir zu haben. Auch Krycek wurde nicht sonderlich gut getroffen. Ich fand es einfach enttäuschend.
 
Alles in Allem ein solider Comic, aber mich hat es einfach nicht befriedigt. Das stimmt mich schon traurig. Daraus kann man wirklich mehr machen!
Quelle: http://lillyamalia.blogspot.de/2015/03/rezension-joe-harris-pilgrims.html#more

Spannender Auftakt einer Krimi-Reihe

Ein MORDs-Team, Band 1: Der lautlose Schrei (Jugendkrimi) - Andreas Suchanek, Arndt Drechsler, Anja Dyck
Mason, Olivia, Randy und Danielle sind vier Jugendliche, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Als Mason unschuldig eines Verbrechens bezichtigt wird, kommt es zu einer turbulenten Kette von Ereignissen, die die vier Freunde zusammenführt. Gemeinsam versuchen sie, den Drahtzieher hinter der Tat dingfest zu machen.
Quelle: Klappentext
 
 
 
Alles beginnt im Jahr 1984. Die Freunde Jamie, Billy, Harrison, Shannon und Marietta wollen die Prüfungsunterlagen aus dem Büro ihres Direktors stehlen. Dabei wird jedoch Marietta von einem Unbekannten getötet.
 
Jahre später treffen die Jugendlichen Randy, Mason, Olivia und Danielle aufeinander. Sie sind vollkommen unterschiedlich aufgewachsen und gehören nicht der gleichen Gesellschaftsschicht an.
 
Ich muss gestehen, ich hatte sofort die üblichen Vorurteile gegenüber den Charakteren. Anfangs haben sie so extrem Klischeehaft gehandelt... Der Zahn wurde mir jedoch schnell gezogen. Langsam wird erklärt, warum sie wie handeln. Auch wenn noch nicht alles aufgedeckt wird, so verliert man doch zügig dieses schwarz/weiß Vorurteil. Es ist schön zu sehen, wie sich die 4 zusammenraufen und scheinbar Freunde werden.
 
Mir hat es wirklich gefallen, wie Suchanek die Charaktere darstellt. Sie haben auf mich wie Jugendliche gewirkt. Aber es nicht vulgär oder dumm. Genauso sehe ich die Jugend und so kam mir meine Jugend auch vor.
 
Das Konzept, das sich ein Teil der Handlung in der Vergangenheit abspielt, ist genau nach meinem Geschmack. Überhaupt ist es eine schöne Idee, dass es in jedem Buch um einen kleinen Fall geht, aber die Reihe aber mit den Ereignissen von 1984 verknüpft ist.
 
Der erste Band war wirklich spannend und ich freue mich schon auf die weiteren Bände.
 
Ich kann diese Reihe sowohl jung und alt empfehlen. Sie bietet für alle Spannung. Ich für meinen Teil werde mir auch den Rest der Reihe zulegen.

Eine tolle Biographie

Ich bin, was ich bin. Mein Leben. Aufgezeichnet von Claudio Honsal - Uwe Kröger, Claudio Honsal

Was bisher geschah: Musicalstar Uwe Kröger lässt uns hinter die Kulissen seines privaten und beruflichen Lebens blicken.

Berührend und authentisch schildert er seine Kindheit, das komplizierte Verhältnis zu seinem Vater, die liebevolle Beziehung zu seiner Mutter, er erzählt von prägenden Beziehungen, ersten Freundschaften und seinen musikalischen Anfängen. Lebensphilosophie, private Interessen und sein individueller Zugang zu neuen Rollen werden ebenso thematisiert wie seine beispielhafte Karriere: Er erzählt, wie er als Tod in „Elisabeth“ über Nacht zum Star wurde, als erster deutschsprachiger Musicalsänger eine Titelrolle am Londoner West End erhielt oder als gereifter Charakterdarsteller in Gummistiefeln den Literaturklassiker „Der Besuch der alten Dame“ zu musikalischem Leben erwecken durfte...

Quelle: Klappentext

 

Ich möchte dem Amalthea Verlag für dieses Rezensionsexemplar, mit dem ich ein schönes Wochenende hatte, danken.

 

Wenn man sich im deutschsprachigen Raum mit Musicals beschäftigt, so kommt man am Namen Uwe Kröger nicht vorbei. Ob man ihn nun mag oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden.

Noch vor einigen Jahren interessierten mich Musicals und auch die Darsteller sehr. Uwe Kröger habe ich bisher noch nicht live erleben können, denn irgendwie ist immer etwas dazwischen gekommen. Ob auf seiner Seite (Krankheit, spielfrei etc.) oder meiner Seite. Ich mag jedoch seine Stimme und höre gerne seine CDs. Allerdings muss ich auch ganz klar sagen, zeitweise war er mir jedoch viel zu präsent. Auch habe ich so die eine oder andere Geschichte gehört. Doch was wirklich wahr ist, weiß man nicht und so war ich gespannt, was er zu erzählen hat.

 

(Auto-)Biographien sind nicht unbedingt so mein Ding, denn oft werden die Geschichten durcheinander erzählt und mir fällt es schwer alles richtig nachzuvollziehen. Zu Beginn hatte ich hier auch die Befürchtung, dass alles kreuz und quer ist. Allerdings war sehr schnell eine Struktur zu erkennen.

Es gibt 18 Kapitel, die dann wiederum in Unterkapitel unterteilt worden sind. So konnte ich schnell in sein Leben und seine Erfahrungen eintauchen.

 

Richtig einordnen konnte ich Uwe Kröger nie. Auf der einen Seite wirkte er auf mich wie ein offener, freundlicher Mensch. Andererseits hatte ich manchmal das Gefühl, dass er auch ziemlich arrogant sein kann.

Das konnte das Buch schön entkräften. Ja, er ist von sich selbst überzeugt, aber das ist er vollkommen zu Recht. Er hat sich seinen Erfolg hart erarbeitet, auch wenn ein gewisses Quäntchen Glück dabei gewesen ist. Uwe Kröger ruht sich auch nicht auf seinen Lorbeeren aus. Im Gegenteil. Er scheint seinen Job sehr, sehr ernst zu nehmen. Klar versucht er sich wie andere in seine Rollen hineinzuversetzen, aber er geht sogar so weit, dass er den Figuren Düfte zuordnet. Das finde ich echt interessant. Gerade seine Erklärung warum welche Figur wie riecht.

 

Mir hat es sehr gefallen, dass er nicht unnötig schmutzige Wäsche wäscht. In vielen Biographien ist das leider der Fall. Kröger beschreibt zum Beispiel sein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater. Auch wenn so ein Thema immer subjektiv und nur von einer Seite beleuchtet ist, so wirkte es hier schon fast komplett sachlich. Zum einen, weil er scheinbar seinen Frieden damit gemacht hat und zum anderen weil er so etwas nicht aufbauschen möchte.

Das gleiche gilt für die zerbrochene Freundschaft zu Marika Lichter. Er sagt, dass jeder seine Ansicht hatte und es kam halt, wie es kam.

Es hat mich gefreut, dass er diese Themen nicht als große Aufreißer genommen hat.

 

Ich weiß seit Jahren, dass er schwul ist. Mir persönlich ist das vollkommen schnuppe. Und dennoch war es interessant von seinen Erfahrungen damit zu lesen.

Ich muss ganz klar sagen, dass ich den Hut vor seinen Ansichten bezüglich einer Hochzeit und Kindern ziehe. Es gibt genügend Menschen, die sich Kindern gegenüber nicht so fair sind.

 

Überhaupt lässt sich das Buch toll lesen. Die Kapitel sind nicht allzu lang und der Schreibstil war auch flüssig. Allerdings merkt man, dass er viel Zeit in Österreich verbringt. Hier und da war schon mal eine österreichische Formulierung mit dabei. Aber alles halb so wild.

Auch die Bilder sind toll. Einige von denen kannte ich noch nicht.

 

Es gibt allerdings auch ein paar kleine Kritikpunkte.

Mir war es teilweise zu viel über „Der Besuch der alten Dame“. Er hat zwar auch auf seine anderen Stationen Bezug genommen, aber leider nicht so ausführlich wie ich es mir vorgestellt hatte.

Das Ende kam mir auch ein bisschen zu überstürzt. Mir persönlich wäre ein eigenes kleines Kapitel/Nachwort lieber gewesen.

Und der Preis mit knapp 23 Euro ist auch nicht gerade niedrig. Ich kenne mich im Verlagswesen nicht aus, aber ich würde lieber auf ein paar Bilder verzichten und dann max. 15 – 20 Euro dafür zahlen.

 

Ansonsten kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Ich bin mir nicht so sicher, ob Nicht-Musicalfans auch ihren Spaß an dem Buch hätten, aber Fans kommen schon auf ihre Kosten. 

Anders als gedacht, aber trotzdem gut

Phobia - Wulf Dorn
Der Wagen ihres Mannes in der Auffahrt. Sein Schlüssel in der Haustür. Seine Schritte auf dem Flur. Für Sarah Bridgewater sind es vertraute Geräusche. Doch es ist mitten in der Nacht, und der Mann auf dem Flur ist nicht Stephen. Trotzdem behauptet der Fremde, ihr Mann zu sein, und er scheint alles über sie zu wissen. Sarah bleibt zunächst keine Wahl, als sich darauf einzulassen. Denn nebenan schläft ihr sechsjähriger Sohn...
Quelle: Klappentext
 
 
 
Ich war richtig neugierig auf dieses Buch, denn es sollte ein Wiedersehen mit Mark Behrendt („Trigger“) geben. Jedoch kann ich gleich sagen, dass man das Buch fantastisch lesen ohne „Trigger“ und Mark zu kennen.
 
Um ganz ehrlich zu sein, ich war vom Anfang doch enttäuscht. Auch wenn es spannend losgeht, so hatte ich es mir persönlich ein wenig anders vorgestellt. Ich habe nicht unbedingt erwartet, dass Sarah und ihr Sohn Harvey das komplette Buch über von dem Fremden gefangen gehalten werden, aber ich hatte zumindest gedacht, die Gefangenschaft dauert ein wenig länger an.
 
Wie auch in seinen anderen Büchern versetzt Wulf Dorn seine Leserschaft mit einfachen Worten in die Welt von Sarah. Ich habe stetig mitgefiebert und gehofft, dass alles gut für die Familie Bridgewater ausgeht. Es war einfach von Anfang bis Ende spannend.
 
Auch hier sind die Charaktere super beschrieben und dargestellt. Man muss einfach mit ihnen mitfiebern.
Ich hoffe, es gibt bald einen neuen Roman mit Mark Behrendt, denn es scheint seit „Trigger“ einiges vorgefallen zu sein und ich bin gespannt wie ein Flitzebogen...
 
Außerdem fand ich das Nachwort richtig klasse. Es hat – zumindest mich – zum Nachdenken angeregt.

Spannung pur

Trigger - Wulf Dorn
Der Fall einer misshandelten Patientin wird für die Psychiaterin Ellen Roth zum Albtraum: Die Frau behauptet, vom Schwarzen Mann verfolgt zu werden. Kurz darauf verschwindet sie spurlos. Bei ihren Nachforschungen wird auch Ellen zum Ziel des Unbekannten. Er zwingt sie zu einer makaberen Schnitzeljagd um ihr Leben und um das ihrer Patientin. Immer tiefer gerät die Psychiaterin in ein Labyrinth aus Angst, Gewalt und Paranoia. Und das Ultimatum läuft...
Quelle: Klappentext
 
 
 
Buchgeschenke sind immer so eine Sache. Gerade ich bin recht wählerisch. Allerdings war dieses Buch das perfekte Geschenk für mich. Wulf Dorn hat mit „Trigger“ einen super Psychothriller abgeliefert.
 
Die ersten Seiten war ich ein wenig skeptisch was die Handlung angeht, doch das hat sich schnell gegeben. Vor allem war ich neugierig in der Hinsicht was die unbekannte Patientin angeht. Doch schnell hoffte ich, dass der Schwarze Mann nicht einfach so in die Klinik stürmt und dort Unheil anrichtet. Die Angst der Patientin war gut nachvollziehbar.
 
Insgesamt bin ich froh, das die Handlung flott voran ging. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, so sehr habe ich mitgefiebert, ob Ellen Roth es schafft ihre Patientin vor dem Schwarzen Mann zu retten. Um ganz ehrlich zu sein, hatte ich zwei Personen in Verdacht der Entführer/Erpresser zu sein. Umso überraschter war ich, als am Ende dieses Mysterium aufgelöst worden ist. Mit dieser Wendung habe ich irgendwie nicht gerechnet.
 
Die Charaktere, besonders Ellen Roth, waren wirklich toll dargestellt. Ich konnte mich gut in Ellen reinversetzen und habe richtig mitgelitten.
 
Wulf Dorn beweist, dass man keine großen Worte braucht, um seine Leser zu fesseln. Es lässt sich alles leicht und verständlich lesen und dennoch wirkt es nicht plump oder langweilig. Das hat mir sehr gut gefallen.
Allerdings muss ich gestehen, dass es mir hier und da doch ein wenig zu medizinisch wurde. Ich möchte das jetzt unbedingt als Manko auslegen, mir hat das halt persönlich nicht ganz so zugesagt.
 
Alles in allem ein wunderbares Buch, das ich nur weiterempfehlen kann. Es ist spannend und bietet viel Verwirrung und viele Wendungen. Einfach nur klasse!

Nettes kleines Büchlein

Quidditch im Wandel der Zeiten  - J.K. Rowling, Klaus Fritz
Falls Sie sich je gefragt haben, woher der goldene Schnatz stammt, wie die Klatscher ins Spiel kamen oder weshalb auf den Umhängen der Wigtown Wanderers ein Fleischerbeil prangt, dann brauchen Sie „Quidditch im Wandel der Zeiten“. Diese Sonderausgabe ist ein Nachdruck eines Bandes aus der Schulbibliothek von Hogwarts, den Qudditch-Fans täglich zu Rate ziehen.
Quelle: Klappentext
 

 

Ein weiteres Beiwerk zur Harry Potter Reihe.
 
Ich fand es schön ein bisschen mehr über Qudditch zu erfahren. Die Regeln, die Entstehung und auch die Vereine blieben in den 7 Bänden ziemlich außenvor, aber das kann ich auch gut verstehen, denn dafür ist das Thema, doch zu unwichtig.
 
Das Buch ist nett gemacht. Gerade mit den Ausschnitten aus dem Tagesproheten.
 
Leider habe ich nur das Taschenbuch. Dort sieht man auf dem Cover einen Schnatz als Commicfigur. Die gebundene Ausgabe war noch als Schulbuch aufgemacht. Das hätte mir persönlich besser gefallen.
 
Ansonsten kann ich nur sagen, dass dieses Büchlein das Beiwerk ist, dass man – meiner Meinung nach – am wenigsten benötigt. Aber für eingefleischte Potterfans wie mich, gehört es halt doch ein Stück weit zur Reihe. Deswegen haben mir die 4,95€ dafür auch nicht so wehgetan.

Absolut enttäuschend

Dark Village (Bd. 1) - Das Böse vergisst nie - Kjetil Johnsen
Ein Ort, in dem das Böse lauert. Vier Freundinnen, so verschieden und doch unzertrennlich. Bis eine von ihnen tot aufgefunden wird. Nackt im See treibend. In Plastikfolie eingewickelt. Ermordet von jemandem, den sie kannte.
Quelle: Klappentext
 
 

 

Nun, ich muss gestehen, dass ich durch 2 Dinge Opfer dieses Buches geworden bin. Zum einen bin ich eine Coverkäuferin. Spricht mich das Cover an und klingt der Klappentext interessant, schlage ich gerne mal zu. Und in diesem Fall muss ich sagen, es hat eigentlich beides gestimmt... Zum anderen wollte ich wissen, warum so viele Leute, sich diese Reihe zugelegt haben. Leider bin ich bitterlich enttäuscht worden.
 
Den Schreibstil empfinde ich als furchtbar abgehackt. Am schlimmsten war es in meinen Augen im Prolog. Im Laufe des Buches wird es leicht besser, aber der Stil ist absolut nicht mein Ding und hat mich in keinen rechten Lesefluss versetzen können.
 
Ich weiß, dass ist eine Krimi-Soap, aber die ganze Struktur des Buches wirkte auf mich ziemlich verwirrend. Ich hatte das Gefühl Johnsen klatscht die Szenen, Gedanken und Gefühle einfach so aneinander, wie sie ihm eingefallen sind. Selbst eine Soap im TV bekommt das besser hin.
 
Mir ist durchaus bewusst, dass sich das Buch eher an Teenies richtet, aber es denn wirklich so vulgär sein? Ich bin ja absolut nicht prüde und ich bin jetzt auch noch nicht soooo alt, aber hier frage ich mich echt was das für Jugendliche sind, die zu jeder Zeit nur an Sex denken. Habe ich mich nur mit den falschen Menschen abgegeben oder ist es echt so extrem? Meine Schwester, die noch ein ganzes Stück näher an der Jugend ist als ich, konnte mir da auch nicht so recht weiterhelfen...
 
Außerdem frage ich mich ernsthaft, was an einer Menge Schambehaarung so toll ist. Meines Wissens nach fängt das Enthaaren doch schon recht früh an und gilt nicht unbedingt als sexy oder sehe ich das falsch?
 
Und mal ganz ehrlich, nur weil man lesbisch ist, heißt das doch noch lange nicht, das man auf alle Frauen dieser Welt abfährt. Ich empfinde das doch als ein Vorurteil und voreingenommen.
 
Von den Charakteren habe ich noch keine feste Meinung. Dafür weiß ich einfach noch viel zu wenig über sie, aber es gibt doch 2 Sachen, die mich gewaltig stören.
Nora hat zum Beispiel noch nie mit Nick gesprochen, ist aber der Ansicht, dass sie ihn liebt. Richtig liebt. Tut mir Leid, aber selbst in dem Alter weiß man doch, dass man vielleicht verknallt ist, aber richtig von Liebe redet man erst, wenn man zumindest mal miteinander gesprochen hat. (Zumindest aus Teenie Sicht)
Und was soll das Eline? Muss man wirklich so eine kleine Hellseherin einbauen? Ist das wirklich notwendig?
 
Das Einzige, was ich dem Buch zur Zeit zu Gute halten kann ist das Ende. Da wurde es wirklich mal spannend!
 
Für dieses Buch mag ich keine Kaufempfehlung aussprechen. Dafür fand ich es einfach zu grottig. Ich bin mir nicht mal sicher, ob die 2 Sterne wirklich gerechtfertigt sind.
Ich denke, ich werde mir irgendwann einmal die restlichen Bände gebraucht irgendwo kaufen. Viel Geld werde ich diese Reihe nicht investieren. Dafür bin ich einfach zu enttäuscht. Klar, ich möchte schon ein wenig wissen wie es weitergeht, aber nicht um jeden Preis.

Spannend, aber nicht mein Lieblingsbuch der Reihe

Erlöse mich: Psychothriller - Michael Robotham
Ich habe mich so sehr auf ein neues Buch von Michael Robotham gefreut, aber „Erlöse mich“ konnte mich nicht vollkommen begeistern.
 
Auf der einen Seite kann ich es verstehen, dass wirklich viel über Marnie und ihr Leben geschrieben wurde, denn es ist einfach notwendig die Hintergründe zu kennen, um richtig zu verstehen, warum sie wie handelt. Auf der anderen Seite war es mir auch einfach zu viel von ihr. Ich habe da einfach Joe O'Loughlin und Vincent Ruiz vermisst.
 
Joe und Ruiz kamen dieses Mal wirklich zu kurz und ich frage mich, wie es mit dieser Reihe weitergehen wird. Bisher haben sich beiden fast blind vertraut, aber nun hegt gerade Ruiz arge Zweifel an Joe und seinen Einschätzungen. Das fand ich sehr, sehr schade. Entweder ist es an der Zeit die Reihe zu beenden oder da kommt noch der eine oder andere Paukenschlag. Abwarten.
 
Überhaupt hat auch Joe mich jetzt ziemlich gestört. Er möchte gerne zurück zu seiner Exfrau Julianne und versucht auch immer wieder sie umzustimmen, auch wenn er weiß, dass es er dies nicht schaffen wird. Und dann verknallt er sich wieder und wieder in andere Frauen. Es tut mir Leid, aber es wird Zeit da so langsam mal richtig Ordnung zu schaffen. Dieses Hüh-oder-Hott-Spiel geht mir allmählich auf den Senkel.
 
Gerade am Anfang wirkt das Buch träge, auch wenn man ständig weiterlesen möchte. Das passt absolut zur Stimmung. Marnie ist verzweifelt und weiß nicht wie es für sie und ihre Kinder weitergehen soll. Sie hängt gewissermaßen durch.
Das Tempo nimmt schnell zu und ich wollte nicht aufhören zu lesen.
 
Als die Geschichte von Marnies zweiter Persönlichkeit an Licht kommt, ist man schon ziemlich überrascht und kommt so richtig ins Grübeln. Warum heißt der Phantasie-Freund ihres Sohnes genauso wie die zweite Persönlichkeit? Aber kann es wirklich Malcolm gewesen sein?
 
Mit dem Ende hätte ich so nie gerechnet und fand es wirklich klasse.
 
Trotz der Mankos, die es aus meiner Sicht gibt, ist es dennoch ein sehr solides Buch mit dem man seinen Spaß haben kann.

Spannung pur

Mein böses Herz - Wulf Dorn

Ich bin vollkommen begeistert von diesem Buch.

 

Anfangs dachte ich mir, das Cover sei einfach nur ein bisschen Teenie-mäßig aufgemacht, doch im Verlaufe des Buches musste ich diesbezüglich meine Meinung revidieren. Mitten im Buch wird die Bedeutung der Aufmachung klar und ich war positiv überrascht davon, dass es wirklich eine Bedeutung hat.

 

Das Buch ist in 5 Teile aufgeteilt. Auch wenn die Handlung stehts weitergeführt wird, wird in jedem Abschnitt ein Thema ein wenig hervorgehoben.

 

Auch wenn es Beweise gibt, dass Kevin gelebt hat, so war ich mir dennoch nicht immer sicher, ob Doro in ihrem Garten gesehen hat. Denn sein wir mal ehrlich, wer würde jemanden trauen, der unter Halluzinationen leidet? Ich hatte zwar im Hinterkopf, dass sie Kevin wirklich gesehen hat, aber ich habe dennoch manchmal gezweifelt.

 

Ich habe mich schnell auf ein paar Leute eingeschossen, die ich verdächtigte an Kevins Tod Schuld zu sein und auch wer versucht Doro hinters Licht zu führen. Umso erstaunter war ich, wer da die Fäden in der Hand hielt. Es war auch schön, dass die richtige Auflösung erst weit gegen Ende des Buches stattfand.

 

Interessant fand ich die auch die langsame Aufklärung vom Tod von Doros Bruder Kai. Es machte nicht „peng“ und alles war wieder da, sondern Doro erlangt Stück für Stück ihre Erinnerungen an diese Nacht zurück. Das gefiel mir, auch wenn ich ihre Handlung in der Todesnacht einfach nur grausig finde.

 

Ich liebe es, wie Wulf Dorn immer wieder Bezug auf seine früheren Bücher nimmt. In diesem Buch gab es zum Beispiel ein Wiedersehen mit Jan Forstner und der Waldklinik.

Das Ende war mir persönlich ein wenig zu offen. Ich brauche wirklich nicht die komplette folgende Lebensgeschichte lesen, aber so ein paar Worte mehr, wären schön gewesen. Ich hätte gerne gewusst wie es mit Dr. Nord weiterging oder auch mit Kevin. Außerdem wäre es sehr wissenswert gewesen, ob sich aus dem tragischen Ereignissen mit Kai Konsequenzen für Doro ergeben würde. Gut, sie ist eh schon gestraft genug, aber wie das Ganze rechtlich aus?

 

Das Nachwort von Wulf Dorn fand ich wiederum sehr schön. Denn er hat schon Recht. Jeder hat etwas Böses in sich, aber es ist unsere Sache, wie wir damit umgehen.

Mein böses Herz - Wulf Dorn  Mein böses Herz - Wulf Dorn  Mein böses Herz - Wulf Dorn  

Für einen Jugendroman ist „Mein böses Herz“ richtig gut und ich habe es geliebt das Buch zu lesen. Ich kann es nur weiterempfehlen.

Mich hat es nicht vom Hocker gerissen

Schmitz' Mama - Ralf  Schmitz

Im gleichen Stil wie bei „Schmitz' Katze“ erzählt Ralf Schmitz von seinen Erlebnissen mit seiner Familie und besonders von seiner Mutter.

 

Ich fand Schmitz' Katze wirklich toll, weshalb ich mir auch diesen Band zulegte, doch dieses Buch hat mich schlicht und ergreifend einfach nur enttäuscht.
Ich weiß nicht genau woran es lag, aber es hat mich einfach nicht vom Hocker gehauen. Vielleicht ist es, dass viele der Begebenheiten mir fremd sind. Da war es mit Schmitz' Katze einfacher. Viele Dinge konnte ich da auch bei meiner Katze beobachten.

 

Ich persönlich würde das Buch nicht weiterempfehlen, aber es gibt sicherlich Leute, die damit ihren Spaß haben.

Von Anfang bis Ende: Spannung pur

Blinder Hass - Australien Thriller - Alex Winter

»Ich habe den schwarzen Schatten in seinen Augen gesehen«, flüsterte der Aborigine. Seine Stimme klang angsterfüllt. »Er ist ein Kedic, ein Teufel in Menschengestalt ...«Als der Zürcher Sicherheitsexperte Vince Foster von seinem in Australien lebenden Bruder Bryan die unvollständige Kopie eines alten Tagebuches erhält, ahnt er zunächst nicht, welches düstere Geheimnis dieses birgt. Vince ist jedoch nicht der Einzige, der sich für das Tagebuch interessiert: Die rote Doktrin, eine weltweit operierende Geheimorganisation, die einen teuflischen Plan verfolgt, der die Welt an den Rand des Abgrundes führen könnte, versucht mit allen Mitteln, in den Besitz des Originaltagebuches zu gelangen.
Während Vince verzweifelt nach Antworten sucht, gerät er immer tiefer in einen Strudel aus Verschwörungen, Intrigen und Mord. Auf sich allein gestellt, gejagt von mächtigen Feinden und von der Polizei für einen skrupellosen Mörder gehalten, flieht Vince nach Australien.

Quelle: Klappentext

 

Normalerweise tu ich mich mit neuen Autoren schwer, aber Alex Winter hat es mir mit „Blinder Hass“ verdammt leicht gemacht.

 

Als ich die lange Namensliste gesehen habe, die sich am Anfang findet, musste ich erst einmal schlucken. Das waren verdammt viele Personen, die man sich merken sollte. Grade im Ebook ist es nicht so einfach, wenn jemand unklar ist, wieder an den Anfang zu springen. Allerdings habe ich das Verzeichnis gar nicht benötigt. Die Figuren waren auch innerhalb der Handlung gut erklärt und erkennbar.

 

Auch die Kapitelübersicht hat mich innehalten lassen. Es waren doch einige Orte, aber auch das war halb so wild.

 

Ohne großes Vorspiel steigt man in die Handlung ein und das hat mir wirklich gut gefallen. Überhaupt kommt im Verlaufe des Buches keine Langeweile auf. Ständig wird die Handlung doch recht actionreich weitergeführt. Auch wenn die Geschichte lange ohne große Wendung verläuft, so kommt kurz vor Ende des Buches doch noch zu einem riesigen Knall mit dem man nun wirklich nicht gerechnet hat. Man hat vermutet, das die Rote Doktrin auffliegt, aber es war doch mehr als nur das und das hat mich sehr positiv überrascht.

 

Sprachlich ist das Buch einfach gehalten, aber das ist vollkommen in Ordnung. Auch ohne große Worte bleibt es ständig spannend.

 

Alex Winter hat es geschafft, dass man viele der Charaktere von Anfang an richtig einschätzt. Es gibt den einen oder anderen Charakter, den man aber doch falsch einordnet, aber genau das habe ich hier geliebt. Alle Figuren kamen mir sehr realistisch vor. Sie wurden alle wirklich wunderbar dargestellt.

 

Eigentlich gibt es nur eine Person, die mich doch gestört hat. Tarlalin war zwar für einen gewissen Abschnitt der Geschichte wichtig, jedoch fand ich die Romanze dann doch recht unnötig. So hat mich dann auch die Dame genervt.

 

Was ich auch sehr schade fand war, dass das Thema Homosexualität nicht noch näher beleuchtet wurde. Nikolaj sehnt sich nach der alten UdSSR und deren Werte. Nur deswegen hat er sich der Roten Doktrin angeschlossen. Und dennoch ist er schwul oder bi. Fakt ist er dennoch, dass in der UdSSR Homosexualität strafbar war...

 

Das Buch lässt einen schon nachdenklich werden. Was läuft wirklich alles hinter unserem Rücken ab? Gibt es wirklich solche Organisationen wie die Rote Doktrin? Was verschweigen uns die Geheimdienste alles? Ich meine, die NSA-Affäre ist doch im Vergleich zu manch anderen Dingen wirklich eine Kleinigkeit. Und lauern immer noch irgendwo gefährliche Waffen der Nazis? Das ist doch ziemlich beängstigend.

 

Alles in Allem ein richtig tolles Buch. Jeder, der Spannung liebt, ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Ich für meinen Teil freue mich schon auf weitere Alex Winter Bücher.

 

Spannender Jugendthriller mit überraschendem Ende

Stigmata: Nichts bleibt verborgen - Beatrix Gurian

Nach dem rätselhaften Unfalltod ihrer Mutter ist Emma vor Trauer wie erstarrt. Bis zu dem Tag, an dem sie einen anonymen Brief erhält mit der Aufforderung: Finde die Mörder deiner Mutter! Doch warum hätte jemand Emmas sanfte Mutter umbringen sollen? Die Spur führt Emma zu einem Elite-Jugendcamp in einem düsteren Schloss in den Bergen. Dort stößt sie auf unheimliche Fotografien, die mit der Vergangenheit ihrer Mutter in Zusammenhang stehen müssen. Gleichzeitig häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle unter den Jugendlichen des Camps. Jemand spielt ein böses Spiel mit Emma. Kann sie die Zeichen richtig deuten - und ihr eigenes Leben retten?

Quelle: Klappentext
 
  
Allein das Cover macht Lust die Geheimnisse, die sich um Emmas Familie ranken zu ergründen. Die silberne Schrift wirkt auf dem dunkelgrünen Hintergrund richtig schön. Durch die ganzen Schnörkel wirkt es irgendwie alt, wie aus der damaligen Zeit, und irgendwie geheimnisvoll und sagenumwoben.
Immer wenn ein neues Kapitel anfängt, werden die Schnörkel, dieses Mal in dunkelgrün, wieder aufgegriffen. Vor allem die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen sind damit schön verziert.
 
Wer denkt, dass die Handlung langsam beginnt, der irrt sich gewaltig. Von Anfang an tauchen Geheimnisse auf, auf die man unbedingt eine Antwort haben möchte. Schnell ist man in der Handlung gefangen und man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
 
Die Haupthandlung spielt sich bei Emma ab, die an einem Jugendcamp teilnimmt. Diese Handlung wird immer wieder durch andere Handlungsstränge unterbrochen. Zum einen wird von Agnes (Emmas toter Mutter) erzählt und zum anderen von dem was Emma erlebt hat, seit ihre Mutter gestorben ist bis zur Teilnahme am Camp.
Man ärgert sich regelrecht, wenn die Haupthandlung unterbrochen wird. Allerdings muss ich sagen, dass es mich dadurch noch mehr gereizt hat weiterzulesen.
 
Auch die geheimnisvollen Bilder, die gerade in den ersten 2/3 des Buches gezeigt werden, machen es noch interessanter und man möchte unbedingt wissen, was es damit auf sich hat.
 
An diesem Buch finde ich es wirklich wunderbar, dass keine Langeweile aufkommt. Es geht Schlag auf Schlag weiter und es ist toll, dass im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, keine Dümpelphase vorkommt. Immer mehr Geheimnisse und Fragen tauchen auf und man kann wirklich nur Theorien aufstellen, was es damit auf sich hat.
 
Und das ist gerade durch die Protagonisten entstanden. Dadurch das die Betreuer (Nicoletta, Sebastian und Dr. Becker) und die anderen Teilnehmer (Tom, Philipp und Sophia) sich doch sehr geheimnisvoll verhalten und kaum etwas über sie bekannt wird, weiß man sie wirklich nicht einzuschätzen. Man kann einfach nicht sagen wer Freund oder Feind ist. Immer wieder muss man wieder umdenken.
Allerdings ist das auch ein Minuspunkt. Dadurch das man nichts bzw. kaum etwas über die Leute erfährt, wirken sie eher leblos. Ein wenig ihrer Lebensgeschichten wären toll gewesen. Und mal ganz ehrlich: Hätte es bei Sophia nicht auch eine Spinnenphobie oder so sein können? Eine Knopfphobie fand ich doch etwas freaky.
 
Ich kann nicht wirklich festmachen woran es lag, aber mit Emma bin ich nicht richtig warm geworden. Klar, ich hab mit ihr gefiebert, aber so als Person... Na ja, man kann ja nicht immer alle mögen. Anfangs schwört sie sich, dass sie keinem vertrauen wird, weil sie den Mörder finden will, dann verliebt sie sich trotzdem in Philipp und das nur weil sie er ein bisschen nett zu ihr war.
 
Mit dem Ende hätte ich so überhaupt nicht gerechnet. Es war wirklich überraschend. Von der Idee her wirklich gut, es hätte jedoch besser ausgearbeitet sein können. Es ging mir einfach viel zu schnell. Während mir im Rest des Buches die Schnelligkeit gefallen hat, passte es an dieser Stelle überhaupt nicht. Etwas weniger Tempo und etwas mehr Tiefgang wären besser gewesen.
 
Es hat mir jedoch gefallen, dass es in diesem Buch nicht hauptsächlich um Religion ging, auch wenn der Titel und der Prolog es vermuten lässt. Dennoch wird ein wichtiges Thema angeschnitten: Die Misshandlung von Kindern durch Mitglieder der Kirche. Ich hätte mir dazu etwas mehr gewünscht, denn es ist nach wie vor ein aktuelles Thema, siehe dazu die Fälle von sexuellem Missbrauch von Schülern an katholischen Schulen.
 
Alles in Allem war es ein wirklich gutes Buch und ich hatte eine wirklich schöne Zeit. Gerade Teenies dürften damit richtig Spaß haben, aber auch als Erwachsener kann man das Buch genießen und mitfiebern.

Ein wunderbares Buch aus der Potter-Reihe

Die Märchen von Beedle dem Barden - J.K. Rowling
Welcher ordentlicher Zauberer kennt sie nicht: Die großartigen alten Märchen, die Beedle der Barde für die magische Gemeinschaft gesammelt hat? Jedem Zaubererkind werden sie abends vorgelesen. Nur Harry Potter hätte fast zu spät von ihnen gehört. Fast. Doch dann rettete ein wertvoller Hinweis daraus ihm das Leben – im Kampf gegen Voldemort, den grausamsten schwarzen Magier aller Zeiten. Fünf der Märchen werden nun endlich auch sämtlichen Muggellesern zugänglich. Eine Sternstunde für Millionen von Potter-Fans. Und für alle sonstigen Muggel, die einen Sinn für zauberhafte Geschichten haben.
Quelle: Klappentext
 
 
Das Buch ist mit meinem Schutzumschlag versehen, auf dem einige der Märchenfiguren abgebildet sind. Nimmt man jedoch den Umschlag weg, so erhält man ein richtiges Schmuckstück, das ich viel schöner finde, als den Umschlag. Das Cover ist hellblau und mit dunklen Schnörkeln versehen. So stellt man sich einfach ein richtig altes Märchenbuch vor.
 
In diesem Buch werden fünf magische Märchen erzählt und im Anschluss von Albus Dumbledore kommentiert. Es waren wirklich schöne Geschichten, aus denen auch wir Muggel noch ein bisschen was für unser Leben mitnehmen können.
 
Auch die Anmerkungen sind wirklich schön zu lesen und es war schön zu lesen, wie die Feindschaft zwischen Lucius Malfoy und Dumbledore angefangen hat, die sich in den Hauptbüchern fortsetzt.
 
Allerdings wird in den Anmerkungen oft auf magische Tiere verwiesen. Man kommt auch ohne das zusätzliche Büchlein Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind klar, aber mit ist es noch einen Tick besser.
 
Ich finde dieses Buch wirklich zuckersüß und war richtig traurig, dass man es innerhalb von kurzer Zeit ausgelesen hat. Es passt einfach perfekt in die Potter-Reihe und kann es jedem nur empfehlen.